18+. Vorschauangaben: Bonus, Sterne und Bewertungszahlen sind vom Auftraggeber vorgegeben und nicht unabhängig bestätigt. Maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen des Anbieters. Verfügbarkeit und Bedingungen hängen vom Aufenthaltsort ab. Glücksspiel birgt finanzielle Risiken.
18+. Vorschauangaben: Bonus, Sterne und Bewertungszahlen sind vom Auftraggeber vorgegeben und nicht unabhängig bestätigt. Maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen des Anbieters. Verfügbarkeit und Bedingungen hängen vom Aufenthaltsort ab. Glücksspiel birgt finanzielle Risiken.
18+. Vorschauangaben: Bonus, Sterne und Bewertungszahlen sind vom Auftraggeber vorgegeben und nicht unabhängig bestätigt. Maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen des Anbieters. Verfügbarkeit und Bedingungen hängen vom Aufenthaltsort ab. Glücksspiel birgt finanzielle Risiken.
Mindestalter 18
Einsatzsteuer 5,3 %
Limitsystem LUGAS
Aufsicht Halle (Saale)
Auf einen Blick
Keno ist ein Zahlenspiel mit festen Quoten: man markiert selbst, wie viele Zahlen man setzt, und bestimmt damit die gesamte Gewinnstruktur. Diese Übersicht führt durch Ablauf, Quotentabelle und die Frage, bei wem man eigentlich spielt.
Thema
Start
Stand
2026-10-29
Altersgrenze
ab 18
Ein Zahlenspiel mit selbst gewählter Breite
Anders als beim Lotto steht beim Keno nicht fest, wie viele Zahlen man ankreuzt. Diese Entscheidung trifft der Spieler, und sie verändert alles: die Wahrscheinlichkeit eines Treffers, die Höhe der möglichen Auszahlung und die Anzahl der Stufen, auf denen überhaupt etwas ausgezahlt wird. Zwei Menschen können am selben Spiel teilnehmen und völlig unterschiedliche Risiken eingehen.
Der Ursprung des Spiels liegt in China, wo über Jahrhunderte Zahlen- und Schriftzeichenlotterien betrieben wurden. Nach Nordamerika kam die Form im neunzehnten Jahrhundert mit Auswanderern und wurde dort zur Spielhallenlotterie mit laufenden Ziehungen. Diese Herkunft erklärt zwei Merkmale, die bis heute bestehen: das große Zahlenfeld und die hohe Taktzahl der Ziehungen.
Online trifft man das Spiel in zwei sehr verschiedenen Gestalten. Die eine ist eine Zahlenlotterie mit täglicher Ziehung, die andere ein Spiel aus einem Katalog, bei dem die Ziehung sofort nach dem Markieren läuft. Regeln und Quoten unterscheiden sich dabei erheblich, auch wenn beide dieselbe Bezeichnung tragen.
Für die Einordnung hilft ein Blick auf das, was fest ist. Feldgröße, Anzahl der gezogenen Zahlen und zulässige Breite legt der Veranstalter fest, und sie gelten für alle Teilnehmer gleich. Veränderbar ist allein die eigene Auswahl. Keno ist damit ein Spiel mit einer einzigen Entscheidung, die aber weiter trägt als die Entscheidungen in den meisten anderen Glücksspielen.
Der Ablauf in vier Schritten
Zuerst wird die Breite gewählt, also die Anzahl der Zahlen, die man markieren will; in vielen Fassungen heißt diese Einstellung Typ. Danach markiert man die Zahlen auf dem Feld, von Hand oder über eine Zufallsauswahl. Dann wird der Einsatz festgelegt, und schließlich zieht das Spiel eine feste Anzahl von Zahlen, üblicherweise zwanzig.
Die Auswertung vergleicht gezogene Zahlen mit markierten und zählt die Übereinstimmungen. Was dieser Zähler wert ist, steht in einer Tabelle, die vor dem Spiel einsehbar ist. Entscheidend dabei ist, dass die Tabelle für jede Breite eine eigene Spalte hat: fünf Treffer bedeuten bei einer schmalen Auswahl etwas völlig anderes als bei einer breiten.
Eine Besonderheit gegenüber anderen Zahlenspielen ist die Wertung ohne jeden Treffer. Bei breiten Auswahlen zahlen manche Tabellen auch dann etwas, wenn keine der markierten Zahlen gezogen wurde, weil dieses Ergebnis bei zehn markierten Zahlen selten ist. Ob eine Fassung das vorsieht, steht in ihrer eigenen Tabelle.
Technisch unterscheiden sich die beiden Gestalten an einer Stelle, die man leicht übersieht. Bei einer Lotterie mit festem Ziehungstermin steht der Einsatz lange vor dem Ergebnis, und zwischen beiden liegt ein Tag. Bei einer Fassung aus einem Spielkatalog folgt die Ziehung unmittelbar auf das Antippen. Dieselben Regeln führen so zu völlig unterschiedlichem Verhalten, weil im zweiten Fall nichts zum Nachdenken zwingt.
Breite festlegen, also wie viele Zahlen markiert werden sollen.
Zahlen auf dem Feld von Hand setzen oder die Zufallsfunktion arbeiten lassen.
Einsatz pro Runde eintragen und die Tabelle für diese Breite ansehen.
Ziehung abwarten und die Zahl der Übereinstimmungen mit der zugehörigen Tabellenspalte vergleichen.
Die Quotentabelle ist das ganze Spiel
Beim Keno gibt es keine Walzen, keine Zusatzrunden und keine Symbolverteilung. Alles, was über Gewinn und Verlust entscheidet, steht in der Tabelle, die Breite und Trefferzahl auf einen Faktor abbildet. Deshalb ist der Vergleich zweier Fassungen hier einfacher als bei jeder anderen Spielform: zwei Tabellen nebeneinander genügen.
Konkrete Faktoren nennt diese Seite nicht, und zwar aus einem einfachen Grund: sie unterscheiden sich von Veranstalter zu Veranstalter und von Variante zu Variante, und sie werden geändert. Wer eine Zahl braucht, findet sie in der Tabelle der Fassung, die er gerade geöffnet hat, und nur dort ist sie verbindlich.
Qualitativ lässt sich trotzdem viel sagen. Schmale Auswahlen bringen häufig kleine Beträge und wenige Stufen. Breite Auswahlen haben viele Stufen, von denen die unteren oft weniger als den Einsatz zurückgeben, während die oberen Beträge erreichen, die praktisch kaum vorkommen. Wie sich das im Einzelnen auswirkt, behandelt die Seite zur Spielweise.
Dafür
Die gesamte Rechnung steht in einer Tabelle und ist vor dem Einsatz einsehbar
Zwei Fassungen lassen sich dadurch unmittelbar vergleichen
Die Breite der Auswahl steuert das Risiko über einen weiten Bereich
Keine verborgenen Zusatzrunden, kein Zustand über Runden hinweg
Trefferwahrscheinlichkeiten kann jeder selbst nachrechnen
Dagegen
Die Tabelle setzt der Veranstalter, vorgeschrieben ist sie nicht
Dieselbe Bezeichnung, sehr unterschiedlicher Rückfluss
Breite Auswahlen erzeugen lange Strecken ohne Wert
Die oberen Stufen sind so selten, dass sie kaum vorkommen
Eine Runde dauert Sekunden, was die Summe vieler Runden verdeckt
Breite der Auswahl und ihr Charakter
Gewählte Breite
Zahl der Gewinnstufen
Was man erlebt
Schmal, zwei bis drei Zahlen
wenige
Häufige kleine Treffer, flacher Verlauf
Mittel, vier bis sechs Zahlen
mittlere Anzahl
Gemischt, gelegentlich ein größerer Treffer
Breit, sieben bis zehn Zahlen
viele
Lange Strecken ohne Wert, hohe Spitzen
Breit mit Nulltreffer-Wertung
viele plus Sonderfall
Zusätzliche Stufe für ein seltenes Ergebnis
Annahmestelle und Internet: zwei Wege zum gleichen Spiel
Das Spiel gibt es seit langem am Schalter, und wer von dort kommt, erwartet im Netz denselben Ablauf. Der Kern stimmt tatsächlich: markierte Zahlen, gewählter Einsatz, eine Ziehung. Unterschiedlich ist alles, was um das Spiel herum liegt.
Das Spiel gibt es seit langem am Schalter, und wer von dort kommt, erwartet im Netz denselben Ablauf.
Am Schalter ist der Beleg das Dokument, und wer ihn verliert, verliert den Anspruch. Im Konto hängt der Schein an der Person, erscheint im Verlauf und wird ohne eigenes Zutun abgerechnet. Dafür verlangt der Weg über das Konto eine abgeschlossene Prüfung der Person, bevor Geld hinausgeht.
Wer beide Wege nutzt, sollte zwei Dinge auseinanderhalten. Die Zahlenauswahl ist überall dieselbe und hängt an keiner Oberfläche. Die Tabelle dagegen gehört zum Produkt des jeweiligen Veranstalters, weshalb ein Blick auf die eigene Fassung mehr wert ist als jede Übersicht aus zweiter Hand.
Bei wem spielt man eigentlich
Diese Frage ist beim Keno wichtiger als bei anderen Spielen, weil die Bezeichnung in zwei verschiedenen Rechtsbereichen vorkommt. Als Zahlenlotterie mit täglicher Ziehung wird sie von staatlichen Lotterieveranstaltern betrieben. Als Spiel in einem Katalog erscheint sie bei Veranstaltern, deren Erlaubnis sich auf andere Produkte bezieht.
Welche Erlaubnis hinter einem Angebot steht, lässt sich nicht an der Gestaltung ablesen. Veröffentlicht werden die erteilten Erlaubnisse von der GGL. Diese Aufsicht hat ihr Haus in Halle an der Saale. Zu suchen ist dort der Firmenname aus dem Seitenfuß, denn Marken- und Unternehmensname gehen oft auseinander.
Fehlt der Name in dieser Aufstellung, bedeutet das vor allem eines: die hiesigen Schutzmechanismen greifen nicht. Keine gemeinsame Einzahlungsgrenze, keine Anbindung an die Sperrdatei, kein Weg zu einer deutschen Aufsicht bei Streit. Für ein Spiel, dessen gesamte Rechnung in einer vom Veranstalter gesetzten Tabelle steckt, ist das ein gewichtiger Punkt.
Ein Nebeneffekt dieser Zweiteilung betrifft die Werbung und alles, was darüber geschrieben wird. Für eine staatliche Zahlenlotterie gelten andere Vorgaben als für ein Automatenspiel aus einem Katalog, und beides trifft man unter derselben Bezeichnung. Wer eine Aussage über Quoten, Grenzen oder Fristen liest, muss deshalb zuerst klären, über welche der beiden Gestalten gesprochen wird. Sehr viele widersprüchliche Angaben erklären sich allein daraus.
Eine Grafik mit Prüfsiegel sagt nichts aus. Verbindlich ist nur der Eintrag des Unternehmens in der behördlichen Aufstellung.
Was der gesetzliche Rahmen festlegt
Seit dem 1. Juli 2021 gilt der Glücksspielstaatsvertrag, und einige seiner Vorgaben wirken unabhängig vom Spiel. Dazu gehört die Einzahlungsgrenze: eine Person darf bei allen in Deutschland erlaubten Veranstaltern zusammen tausend Euro im Monat einzahlen. Geführt wird dieser Stand in der Datei LUGAS, die Buchungen über die Anbieter hinweg zusammenfasst, weshalb weitere Konten den Rahmen nicht erweitern.
Ebenso übergreifend wirkt OASIS, die bundesweite Sperrdatei. Ein Eintrag dort schließt den Zugang zu allen erlaubten Angeboten gleichzeitig, und er gilt für eine Mindestdauer. Beides sind Einrichtungen, die nur bei Veranstaltern mit Erlaubnis überhaupt vorhanden sind.
Wo eine Zahlenziehung als virtuelles Automatenspiel angeboten wird, kommen deren Vorgaben hinzu. Ein Dreh darf dann nicht mehr als einen Euro kosten, und nach jeder Auslösung stehen fünf Sekunden Wartezeit; eine Taste für selbsttätiges Weiterspielen fehlt. In dieser Kategorie zahlt der Veranstalter zusätzlich 5,3 Prozent Steuer auf den Einsatz, was sich in den Quotentabellen niederschlägt.
Was der Rahmen ausdrücklich nicht regelt, ist die Quotentabelle. Es gibt keine gesetzliche Mindestauszahlung für ein Zahlenspiel und keine vorgeschriebene Staffel. Die Tabelle setzt derjenige, der das Spiel anbietet oder entwickelt hat, und er darf sie ändern. Deshalb ist der Vergleich zweier Tabellen keine Feinarbeit für Liebhaber, sondern der einzige Hebel, der in diesem Spiel überhaupt etwas bewegt.
Üben, ohne etwas zu riskieren
Für das Verständnis der Tabelle ist eine Strecke ohne Einsatz das beste Werkzeug. Man sieht dabei, wie selten eine hohe Trefferzahl bei breiter Auswahl wirklich vorkommt, und wie schnell eine schmale Auswahl kleine Beträge einspielt, die den Einsatz nicht decken. Beides lässt sich erzählen, aber viel schlechter glauben als selbst beobachten.
Für das Verständnis der Tabelle ist eine Strecke ohne Einsatz das beste Werkzeug.
Nicht geeignet ist die Übung für Aussagen über Gewinnchancen. Ein paar Dutzend Ziehungen zeigen nichts über die Verteilung, und das Ergebnis fällt in jede Richtung aus. Was die Seite über das Üben ohne Einsatz sagt, zielt deshalb auf Bedienung und Lesefähigkeit, nicht auf Prognosen.
Wer rechnen mag, kommt weiter als jede Probestrecke. Das Spielprinzip lässt sich in einer Tabellenkalkulation nachbilden, indem man Zahlen ohne Wiederholung zieht und die Treffer gegen eine eigene Auswahl zählt. Mit mehreren Tausend Durchläufen entsteht eine brauchbare Häufigkeitsverteilung, und verbindet man sie mit den Faktoren aus dem Hilfetext, ergibt sich der rechnerische Rückfluss genau dieser Tabelle.
Beim Nachbauen fällt eine Eigenheit auf, die in Erklärtexten selten steht: Gezogen wird ohne Zurücklegen. Eine Zahl, die gefallen ist, kann in derselben Runde nicht erneut kommen, und deshalb sind die Treffer nicht unabhängig voneinander. Wer mit einer Wahrscheinlichkeit je Zahl rechnet und sie potenziert, erhält etwas Falsches. Richtig ist die Zählung von Kombinationen, und genau sie steckt hinter den Angaben im folgenden Abschnitt.
Strategie, Irrtümer und Varianten
Bei festen Quoten lässt sich der Erwartungswert durch keine Methode verschieben. Was es gibt, sind Entscheidungen mit Folgen: die Breite der Auswahl, die Höhe des Einsatzes, die Wahl zwischen Fassungen mit unterschiedlichen Tabellen und die Länge einer Sitzung. Diese vier Punkte sind real, alles andere ist Zahlenmystik.
Entsprechend groß ist die Zahl der Irrtümer, die sich um das Spiel gelegt haben. Heiße und kalte Zahlen, Muster auf dem Feld, Geburtstage, Abstände zwischen Zahlen: nichts davon berührt eine Ziehung, die jedes Mal neu und unabhängig läuft. Die eigene Seite zu diesen Fehlannahmen nimmt sie einzeln auseinander.
Variantenseitig unterscheiden sich die Fassungen vor allem in der Größe des Zahlenfelds, der Anzahl gezogener Zahlen, der zulässigen Breite und den Zusatzfunktionen wie einem Faktorrad. Weil jeder dieser Punkte die Tabelle verändert, lohnt ein Vergleich, bevor man sich auf eine Fassung festlegt.
Breite der Auswahl: der wirksamste Hebel, den es gibt.
Einsatzhöhe: verändert Gewinn und Verlust, nicht die Chance.
Wahl der Fassung: unterschiedliche Tabellen bei gleicher Bezeichnung.
Sitzungslänge: bestimmt den Umsatz und damit die rechnerischen Kosten.
Zusatzfunktionen: Faktorrad oder Mehrfachziehung, immer in der Tabelle eingepreist.
Unterwegs spielen
Auf dem Telefon ist Keno angenehmer zu bedienen als viele andere Spiele, weil die Oberfläche aus einem Raster und einer Taste besteht. Zwei Dinge ändern sich trotzdem: das Zahlenfeld wird klein, wodurch Fehlgriffe beim Markieren häufiger werden, und die Tabelle rutscht hinter ein Menü, sodass man sie seltener ansieht.
Dazu kommt das Umfeld. Kurze Sitzungen in Warteschlangen oder in der Bahn summieren sich zu mehr Runden, als man erwartet, weil jede einzelne harmlos wirkt. Wer das kennt, setzt vorab eine Grenze im Konto statt nach Gefühl aufzuhören. Die Seite zum Spielen unterwegs geht auf Bedienung, Verbindungsabbrüche und Benachrichtigungen im Einzelnen ein.
Kontrolle behalten
Keno läuft schnell, besonders in Fassungen aus Katalogen, bei denen die Ziehung unmittelbar nach dem Antippen beginnt. Eine Runde dauert Sekunden, kostet wenig und lässt sich beliebig oft wiederholen, und genau diese Harmlosigkeit pro Runde macht die Summe schwer zu überblicken.
Wirksam sind zwei Werkzeuge, die bei jedem erlaubten Veranstalter bereitstehen. Das eigene Einzahlungslimit lässt sich im Konto unter den gesetzlichen Rahmen senken, und die Senkung wirkt sofort. Reicht das nicht, schließt ein Eintrag in die Sperrdatei den Zugang zu allen erlaubten Angeboten. Beratung gibt es kostenlos und anonym über die Telefonberatung der BZgA oder eine Suchtberatungsstelle in der Nähe.
Die Kombinatorik hinter der Tabelle
Die Trefferwahrscheinlichkeiten beim Keno sind kein Geheimnis des Veranstalters, sondern reine Kombinatorik. Bei einem Feld von achtzig Zahlen und zwanzig gezogenen gibt es eine feste Anzahl möglicher Ziehungen, und für jede Breite und jede Trefferzahl lässt sich auszählen, wie viele dieser Ziehungen dazu passen. Das Verhältnis beider Anzahlen ist die gesuchte Wahrscheinlichkeit.
Die Trefferwahrscheinlichkeiten beim Keno sind kein Geheimnis des Veranstalters, sondern reine Kombinatorik.
Der Rechenweg ist eine Zeile lang. Beispiel für zehn markierte Zahlen und fünf Treffer: Man wählt fünf aus den eigenen zehn Zahlen und gleichzeitig fünfzehn aus den siebzig nicht markierten; das Produkt dieser beiden Anzahlen, geteilt durch die Zahl aller Ziehungen von zwanzig aus achtzig, ergibt rund 5,1 Prozent. Dieselbe Formel liefert jede andere Zelle der Tabelle.
Die Ergebnisse überraschen an zwei Stellen. Beispiel: Wer eine einzige Zahl markiert, trifft in einem Viertel aller Ziehungen, weil zwanzig von achtzig Zahlen gezogen werden. Wer zehn Zahlen markiert, trifft im häufigsten Fall zwei oder drei davon und nicht fünf – fünf Treffer von zehn kommen etwa in einer von zwanzig Runden vor, was im Spiel schon wie eine Ausnahme wirkt.
Am oberen Ende werden die Zahlen schnell unanschaulich. Beispiel: Acht Treffer bei zehn markierten Zahlen treten etwa in einem von siebentausend Fällen auf, zehn Treffer in einem von rund neun Millionen. Bei vierzig Runden an einem Abend ist der obere Bereich einer breiten Tabelle damit kein Ziel, sondern Dekoration – er erklärt aber, warum die unteren Stufen dort so mager ausfallen.
Nützlich ist die Rechnung vor allem als Maßstab. Eine Tabelle, die für sieben Treffer von zehn einen auffällig kleinen Faktor bietet, ist deutlich schlechter, als sie wirkt, weil dieses Ergebnis selten eintritt. Umgekehrt trägt ein großzügiger Faktor für zwei oder drei Treffer bei breiter Auswahl viel zum Rückfluss bei, weil solche Ergebnisse ständig vorkommen.
Beispiel: Trefferwahrscheinlichkeiten bei 80 Zahlen und 20 gezogenen
Markiert
Treffer
Wahrscheinlichkeit
etwa eine von
1
1
25 %
4 Runden
2
2
6,01 %
17 Runden
5
3
8,39 %
12 Runden
5
5
0,064 %
1551 Runden
10
0
4,58 %
22 Runden
10
2
29,53 %
3,4 Runden
10
5
5,14 %
19 Runden
10
8
0,014 %
7385 Runden
10
10
0,000011 %
8,9 Millionen Runden
Den Rückfluss einer Tabelle selbst ausrechnen
Weil die Wahrscheinlichkeiten feststehen, lässt sich der rechnerische Rückfluss einer Quotentabelle in wenigen Minuten bestimmen. Man multipliziert für jede Trefferstufe die Wahrscheinlichkeit mit dem dort angegebenen Faktor und addiert die Ergebnisse. Die Summe ist der Anteil des Einsatzes, der über sehr viele Runden zurückfließt – also genau die Größe, die bei Automatenspielen als Auszahlungssatz gehandelt wird.
Beispiel mit frei gewählten Faktoren, die von keinem Veranstalter stammen: Bei fünf markierten Zahlen zahle eine Tabelle das Einfache für zwei Treffer, das Doppelte für drei, das Zwanzigfache für vier und das Dreihundertfache für fünf. Die zugehörigen Wahrscheinlichkeiten betragen 27,05 Prozent, 8,39 Prozent, 1,21 Prozent und 0,064 Prozent.
Die vier Beiträge lauten dann 27,05 Prozent, 16,79 Prozent, 24,18 Prozent und 19,35 Prozent des Einsatzes. Ihre Summe ergibt einen Rückfluss von etwa 87,4 Prozent, also einen Hausvorteil von knapp dreizehn Prozent für diese erfundene Tabelle. Bemerkenswert ist die Verteilung: Fast die Hälfte des Rückflusses hängt an den beiden oberen Stufen, die zusammen in weniger als anderthalb von hundert Runden auftreten.
Daran lässt sich zweierlei ablesen. Erstens erkennt man eine schwache Tabelle nicht an den hohen Faktoren, sondern an den niedrigen Stufen, denn dort entsteht der Rückfluss, den man tatsächlich erlebt. Zweitens kann dieselbe Summe zu sehr unterschiedlichen Abenden führen, je nachdem ob der Rückfluss unten oder oben in der Tabelle sitzt.
Für die eigene Prüfung heißt das: Man braucht die Faktoren aus der geöffneten Fassung und eine Liste der Wahrscheinlichkeiten, und die zweite steht im vorigen Abschnitt oder entsteht in einer Tabellenkalkulation aus den Kombinationen. Alles Weitere sind drei Spalten und eine Summe. Verglichen mit anderen Spielformen ist Keno damit ungewöhnlich gut durchschaubar.
Die Quotentabelle der geöffneten Fassung für die gewählte Breite abschreiben.
Zu jeder Trefferstufe die Wahrscheinlichkeit aus der Kombinatorik daneben setzen.
Wahrscheinlichkeit mal Faktor rechnen, Stufe für Stufe.
Die Beiträge addieren: die Summe ist der rechnerische Rückfluss dieser Tabelle.
Dasselbe für eine zweite Fassung tun und die beiden Summen nebeneinanderlegen.
Die Faktoren im Rechenbeispiel sind frei gewählt und sollen nur den Weg zeigen. Verbindlich ist ausschließlich die Tabelle der Fassung, die man geöffnet hat.
Keno neben Lotto, Bingo und Rubbellos
Die Verwandtschaft zu anderen Zahlenspielen wird oft behauptet und selten geprüft. Entscheidend ist nicht die Optik, sondern wie ein Gewinn zustande kommt: aus einer festen Tabelle oder aus einem Topf, der unter den Teilnehmern aufgeteilt wird. Nach diesem einen Kriterium fallen die bekannten Spiele in zwei klar getrennte Lager.
Beim Lotto hängt die Höhe eines Gewinns davon ab, wie viele andere dieselbe Kombination hatten und wie viel insgesamt eingezahlt wurde. Zwei identische Spielscheine können deshalb in zwei verschiedenen Wochen völlig unterschiedliche Beträge bringen. Beim Keno spielt die Zahl der Mitspieler keine Rolle: Der Faktor steht vor der Ziehung fest und gilt unabhängig davon, wie viele dasselbe markiert haben.
Bingo liegt zwischen beiden Lagern. Gezogen wird wie beim Keno aus einem Vorrat, der Gewinn entsteht aber aus einem Wettlauf: Wer ein Muster zuerst vollendet, bekommt ihn, und die Zahl der Teilnehmer bestimmt mit, wie schnell das geschieht. Das Rubbellos ist am weitesten entfernt, weil dort eine feste Zahl von Gewinnen in einer Auflage steckt und jedes verkaufte Los die Aussichten der übrigen verändert.
Für die Praxis folgt daraus ein Hinweis, der bei der Suche hilft. Wer Erfahrungen zum Keno sucht, findet sie nicht in Lottoforen, denn die dort geläufigen Überlegungen zu Quotenaufteilung, Systemscheinen und gemiedenen Zahlenmustern wirken hier nicht. Beliebte Zahlen senken beim Keno keinen Gewinn, weil es keine geteilte Gewinnsumme gibt, auf die sie sich auswirken könnten.
Keno: feste Faktoren aus einer Tabelle, Mitspieler ohne Einfluss.
Lotto: die Gewinnsumme wird geteilt, beliebte Kombinationen zahlen weniger.
Bingo: Ziehung wie beim Keno, Gewinn aber über einen Wettlauf um Muster.
Rubbellos: feste Zahl von Gewinnen je Auflage, die Aussichten verändern sich mit dem Verkauf.
Wer die Lager verwechselt, übernimmt Ratschläge, die im anderen Spiel nichts bewirken.
Ein kurzer Prüfsatz trennt die beiden Lager: Hängt die Höhe eines Gewinns davon ab, wie viele andere mitgespielt haben? Beim Keno lautet die Antwort nein, beim Lotto ja, und beim Bingo zählt immerhin das Tempo der Mitspieler.
Häufige Fragen
Wie viele Zahlen soll ich markieren?
Das ist die Entscheidung über das Risiko. Wenige Zahlen bringen häufiger kleine Beträge, viele Zahlen erzeugen lange Strecken ohne Wert und seltene hohe Treffer. Rechnerisch besser ist keine Breite, sie passen nur unterschiedlich gut zum Budget.
Gibt es beim Keno eine Strategie?
Keine, die den Erwartungswert verändert, weil die Quoten fest in einer Tabelle stehen. Beeinflussbar sind Breite, Einsatz, Wahl der Fassung und Spieldauer. Alles, was mit der Auswahl bestimmter Zahlen zu tun hat, wirkt nicht.
Sind manche Zahlen häufiger als andere?
Über lange Reihen gleichen sich alle Zahlen an, und jede Ziehung läuft unabhängig von der vorigen. Statistiken über häufig gezogene Zahlen beschreiben die Vergangenheit und enthalten keine Information über die nächste Ziehung.
Warum unterscheiden sich die Quoten zwischen Anbietern?
Weil die Tabelle vom Veranstalter oder vom Entwicklungshaus festgelegt wird und nicht vorgeschrieben ist. Feldgröße, Anzahl gezogener Zahlen und zulässige Breite wirken zusätzlich darauf ein. Deshalb lohnt der direkte Vergleich zweier Tabellen.
Gilt beim Keno auch die Monatsgrenze von 1000 Euro?
Bei Veranstaltern mit deutscher Erlaubnis ja, denn die Grenze hängt an der Person und nicht am Spiel. Einzahlungen werden über die Datei LUGAS anbieterübergreifend zusammengezählt, unabhängig davon, welches Spiel damit bespielt wird.
Wo finde ich die gültige Quotentabelle?
Im Spiel selbst, meist über eine Schaltfläche mit Informationen oder Regeln. Dort ist sie nach Breite der Auswahl gegliedert. Angaben aus Fremdquellen können veraltet sein, weil Tabellen geändert werden.
Ist Keno dasselbe wie Lotto?
Nein. Beim Lotto ist die Anzahl der angekreuzten Zahlen vorgegeben und die Gewinnhöhe hängt von der Zahl der Teilnehmer ab. Beim Keno wählt man die Breite selbst, und die Auszahlung folgt einer festen Tabelle.
Wie wahrscheinlich sind fünf Treffer bei zehn markierten Zahlen?
Etwa 5,1 Prozent, also rund eine von zwanzig Runden. Das folgt aus der Kombinatorik von achtzig Zahlen und zwanzig gezogenen und gilt unabhängig vom Veranstalter. Was dieses Ergebnis einbringt, steht dagegen allein in der Tabelle der jeweiligen Fassung.
Kann ich den Rückfluss einer Quotentabelle selbst berechnen?
Ja, und beim Keno ist das einfacher als bei fast jedem anderen Spiel. Man multipliziert jede Trefferstufe mit ihrer Wahrscheinlichkeit, addiert die Beiträge und erhält den Anteil des Einsatzes, der langfristig zurückkommt. Nötig sind dafür nur die Faktoren aus der geöffneten Fassung.
Senken beliebte Zahlen meinen Gewinn?
Nein, denn beim Keno wird keine Gewinnsumme unter den Teilnehmern aufgeteilt. Der Faktor für eine Trefferzahl steht vorher fest und gilt für jeden, der dieses Ergebnis erzielt. Der Gedanke stammt aus dem Lotto und lässt sich auf dieses Spiel nicht übertragen.
Warum wirkt eine Tabelle mit hohen Spitzenfaktoren oft enttäuschend?
Weil die oberen Stufen zu selten eintreten, um den Verlauf einer Sitzung zu prägen. Bei zehn markierten Zahlen kommt das Ergebnis mit acht Treffern etwa in einem von siebentausend Fällen vor. Erlebbar wird fast nur, was in den unteren Stufen der Tabelle steht.
Zahlt eine Fassung wirklich für null Treffer?
Manche Tabellen sehen das bei breiten Auswahlen vor, weil ein vollständiges Fehlergebnis dort selten ist: Bei zehn markierten Zahlen tritt es in etwa fünf von hundert Runden ein. Ob eine Fassung diese Stufe führt, steht ausschließlich in ihrer eigenen Tabelle.